Jaguar Land Rover, g², Baumanagement, Ausschreibung und Vergabe

Jaguar Land Rover, München

Jaguar Land Rover (JLR) ist der größte Automobilhersteller in Großbritannien. Deutschland ist sein viertgrößter Markt weltweit und der größte in Europa.

An der Drygalskiallee im Münchner Süden wird ein Aushängeschild geschaffen, das in anderen Ländern künftig als Vorbild für den Markenauftritt der Premiummarke dienen soll. So entsteht mit der Erlebniswelt viel mehr als ein reines Autohaus. Die Gassmann + Grossmann Baumanagement GmbH steuert das Baumanagement, bereitet die Ausschreibung und Vergabe der Gewerke vor und übernimmt die Objektüberwachung für die Kostengruppen 300 und 500.

Im Oktober 2016 wurde der Grundstein für das neue Autohaus gelegt, die Eröffnung ist für Ende 2018 geplant und schafft dann 70 Arbeitsplätze. Mit diesem exklusiven Gebäude will JLR ein Sinnbild für seine besondere Identität, ein Markenerlebnis für Jaguar und Land Rover schaffen und drückt dies in der Architektur und ausgewählten Materialien seines Showrooms aus. Das schlichte Stahlbetonbauwerk mit einer edlen Alucobondfassade lockt mit großen Fensterflächen den neugierigen Besucher an.

Eine besondere Herausforderung ist der nicht tragfähige Baugrund, weshalb 194 Pfähle teilweise mit einer Tiefe von 18 m gesetzt werden mussten. Das pavillonartige Gebäude wirkt von der Straße aus nur zweigeschossig, da das Dachgeschoss mit seinem Flachdach zurückgesetzt ist. Auf der Dachebene sind Pkw-Stellflächen für Neufahrzeuge sowie ein an drei Seiten vollverglaster überdachter Eventraum angesiedelt. Hier können neben der normalen Verkaufstätigkeit temporäre Veranstaltungen durchgeführt werden.

Eine großflächige Verglasung zwischen Fahrzeugübergabe und Flur soll durch elektrotrope Verbundgläser, sogenanntes intelligentes Glas, die Möglichkeit schaffen, dass von Klarglas auf transluzentes Milchglas umgeschaltet werden kann. Drei mit natürlichen Pflanzen begrünte sogenannte „green walls“, ziehen sich über alle oberirdischen Geschosse. Die Lichthöfe neben den Rolltreppen und die großen Glasflächen lassen ein lichtdurchflutetes Gebäude entstehen.

Die Beauftragung für g² umfasst auch die Ausschreibung und Objektüberwachung für die Außenanlagen, Kostengruppe 500. Im englischen Stil sollen Rasenflächen und Bäume die Freifläche ansprechend gestalten.

Für das Gesamtprojekt wird eine Zertifizierung mit BREEAM angestrebt. Diese englische Zertifizierung steht für Building Research Establishment Environmental Assessment und entspricht dem DGNB Zertifikat. Bewertet werden über den gesamten Lebenszyklus die Nachhaltigkeit und Schadstoffminimierung eines Bauvorhabens. Mit „Excellent“ soll die höchste Kategorie erreicht werden.